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Sonderlage Unwetter

Datum: 02.06.2024 um 16:41 Uhr
Alarmierungsart: FF Großerkmannsdorf, FF Radeberg
Dauer: 6 Stunden 19 Minuten
Einsatzart: Technische Hilfeleistung
Einsatzort: Gesamtes Stadtgebiet
Einsatzleiter: FF Radeberg
Einheiten und Fahrzeuge:

  • FF Großerkmannsdorf: HLF 20, MTW
  • FF Radeberg: ELW 1, GW-L 2, HLF 10, KdoW / First Responder, LF 20, MTW
Weitere Kräfte: Polizei


Einsatzbericht:

Aufgrund einer starken und ergiebigen Regenzelle über dem gesamten Stadtgebiet fielen innerhalb weniger Minuten große Mengen Wasser, welches das Abwassernetz sowie die Flüsse und Bächer nicht aufnehmen konnten. Infolgedessen kam es zu Überflutungen von Straßen und Kellern, die Große Röder und Nebenflüsse traten über die Ufer und Grundstücke wurden gefährdet.

Kurz nach der ersten Alarmierung der Ortsfeuerwehr Radeberg wurde die Ortsfeste Befehlsstelle in Betrieb genommen. Somit erfolgte die Koordinierung der Einsätze über die Führungsgruppe, die Leitstelle übersendete nur noch die Alarmfaxe.

Zur Beurteilung der Lage im Stadtgebiet kam der MTW zum Einsatz. Durch diesen wurden Einsatzstellen erkundet und erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, bevor weitere Kräfte den Einsatzstellen zugeführt werden konnten. Schwerpunkte bildeten sich auf der neuen Röderstraße, Dr.-Albert-Dietze-Straße, Heidestraße und der Wasserstraße heraus, wo durch große Wassermassen ein Befahren der Straße nicht mehr möglich war und durch ausgespülte Kanalabdeckungen eine Gefahr bestand. Der Bauhof Radeberg sicherte die Straßen mit Absperrmaterialien.

Im Ortsteil Großerkmannsdorf und Radeberg waren mehrere Keller und Grundstücke durch Wassereinbruch bedroht oder bereits betroffen. Wo die Notwendigkeit bestand, wurde die Feuerwehr tätig und beseitigte Gefahrenstellen. Hierzu kamen unteranderem Tauchpumpen und Nasssauger zum Einsatz.

Um den Verlauf bei weiterem Regen einschätzen zu können, wurde im Rahmen der Wasserwehr eine Pegelkontrolle durch Kräfte der Feuerwehr durchgeführt und Schwerpunkte kontrolliert. Es galt aufgrund des Pegels der Röder die Alarmstufe 2. Grundstücksbesitzer wurden bezüglich eigener Sicherungsmaßnahmen beraten und mit Betreibern/Verantwortlichen das weitere Vorgehen abgestimmt.

Insgesamt 15 Einsatzstellen galt es abzuarbeiten. Über 30 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen waren über 4 Stunden im Einsatz.