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Das Jahr 2025 der Feuerwehr Großerkmannsdorf

Mit 20 Einsätzen beenden wir ein ereignisreiches Jahr 2025 und schauen nun noch einmal zurück was geschah. 

Nachdem der Jahreswechsel von 2024 auf 2025 für uns ohne Komplikationen verlief, wurden die Kameraden und Kameradinnen am 03. Januar 2025 zu einem Dachstuhlbrand auf die Talstraße alarmiert. Bereits von weitem konnten die Kameraden aller Ortswehren schon das Ausmaß des Einsatzes sehen. 

Als nächstes stand im Januar die alljährliche Jahreshauptversammlung an, mit welcher für uns das Jahr offiziell eingeläutet wurde. In diesem Jahr verlief diese allerdings kürzer als die sonstigen, da wir noch etwas Großes geplant hatten. 

Im Februar gab es dann die erste größere Ausbildung für unsere Kettensägenführer. In diesem Jahr bekamen die Kameraden eine Auffrischung im Modul D, was die Befugnis zum Sägen aus dem Korb einer Drehleiter bedeutet. Hierfür organisierte der Ausbilder die Drehleiter aus Radeberg. 
Die kalten Temperaturen Ende Februar ließen es nochmal zu und so konnten die Kameraden der Ullersdorfer und Großerkmannsdorfer Wehr die Eisrettung wieder einmal üben. Gemeinsam trafen sich die Wehren spontan am Ullersdorfer-Dorfteich und zeigten den neuen Kameraden das Vorgehen und sprachen über Hinweise.


Da wir in der Stadt Radeberg 4 Ortswehren sind und in den Dienstthemen jährlich gewisse Ausbildungen oder Belehrungen erbringen müssen führen wir seit ein paar Jahren gemeinsame Ausbildungen durch. So trafen sich Mitte Februar alle Feuerwehren Radebergs zur jährlichen Atemschutzunterweisung, bei der auch den neuen Kameraden das Vorgehen unter Nullsicht gezeigt werden konnte.


Ende März stand dann auch das erste große Ereignis für die Jugendfeuerwehren Radebergs an. Der Umwelttag stand auf dem Dienstplan. Gemeinsam trafen sich alle Jugendfeuerwehren früh um 8 Uhr in der Dresdner Heide. Dort starteten wir gemeinsam mit der ansässigen Försterin in die zuvor geplanten Gebiete. An diesem Tag sammelten die Kinder Müll, schnitten Wege frei und unterstützten die Betreuer beim Fällen von Bäumen. Zwischendurch gab es immer mal Pausen, in denen sich die Kinder austauschten. Im Anschluss ging es an das Gerätehaus von Ullersdorf, in welchem von Helfern der Jugendfeuerwehr ein kräftiges Mittagsmahl vorbereitet wurde. Bei gemeinsamen Spielen ließen wir den Dienst ausklingen, bevor alle wieder in Ihre Gerätehäuser verschwanden.


Am 1. April 1900 wurde die Freiwillige Feuerwehr Großerkmannsdorf gegründet und somit trafen sich 125 Jahre später die Kameraden zum Geburtstag. Gemeinsam schauten sich die alle Kameraden viele Bilder der letzten Jahre an und aßen einen extra gebackenen Kuchen. 
Aber auch an die nicht mehr anwesenden Kameraden wurde gedacht und so kamen am 6. April alle Kameraden der Jugendfeuerwehr, der Aktiven Wehr und der Alters- und Ehrenabteilung in der Kirche zusammen, um den verstorbenen Kameraden zu gedenken. 


Nach über zwei Jahren Planung war es dann im Mai so weit, wir feierten unser 125-jähriges Jubiläum mit einem Festwochenende. Beginnend am Freitagabend mit einer geschlossenen Veranstaltung bei welcher alle Kameraden der Wehr, Ortsansässige Vereine, Kameraden der Nachbarwehren und extra geladene Gäste anwesend waren. An diesem Abend wurden Kameraden befördert, geehrt und der Wehr gratuliert. 


Am Samstag, den 10. Mai, wollten wir dann als Wehr dem Dorf Danke sagen. Mit einem  großen Tag der offenen Tore. Hierfür bauten wir für die Kinder auf dem gegenüberliegenden Sportplatz verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten wie z.b. Zielspritzen, Torwandschießen, eine riesige Dartscheibe oder Kinderschminken auf.
Aber auch für die älteren Besucher konnten wir einiges bieten. Eine Technikausstellung von früher bis heute, eine kleine Essensmeile mit Gyros, Bratwurst, Fleischkäse, Kartoffelecken und Kuchen, und als Highlight zwei Schauübungen von der Jugendfeuerwehr und der Aktiven Feuerwehr, bei welchen wir den Besuchern die vielseitige Einsatzfähigkeit der Feuerwehr bieten konnten. Der Abend gestaltete sich mit einer Tanzveranstaltung, vielen guten Gesprächen und einer Modenschau, bei welcher die Kameraden die vielen verschiedenen Uniformen präsentierten, welche es in der Feuerwehr gab und gibt. 


Die Spannung hörte nicht auf und so veranstalteten wir im Juni die Kreismeisterschaften der Kreisjugendfeuerwehr Bautzen in der Disziplin Gruppenstafette auf dem Sportplatz in Ullersdorf. Bei über 500 Teilnehmern verteilt auf über 40 Mannschaften war es für alle ein gelungener Tag mit viel Spaß und Teamgeist. Besonders stolz waren wir auf unsere älteste Jungen-Mannschaft, sie belegten den 1. Platz und waren damit die schnellsten im Landkreis. 


Ein Wochenende später stand direkt der nächste Wettkampf in Liegau-Augustusbad auf dem Dienstplan. Bei dem sogenannten Rödertalpokal treten alle Jugendfeuerwehr des Rödertals gegeneinander an, um auch hier nochmal zu zeigen, was sie in der Gruppenstafette draufhaben. Auch hier zeigten unsere Mannschaften eine großartige Leistung. Nicht nur im gegeneinander, sondern auch im Miteinander sorgten alle für ein super Tag bei bestem Wetter. 

Am letzten Dienst im ersten Halbjahr bekamen wir Besuch von der Hundeschule Crazy Pfoten aus Leppersdorf, das Dienstthema: Umgang mit Hunden im Einsatz. Wir sprachen über Themen, wo wir den Tieren überall begegnen und wie sie uns gegenüber reagieren könnten, wie wir sie und uns schützen können und vor allem was die kleinen Vierbeiner alles draufhaben. Anhand kleiner Übungen konnten auch wir uns an den Tieren versuchen, z.b. beim Anlegen eines improvisierten Beißschutz aus einer Binde oder das Tragen verletzter Hunde. Zum Schluss konnten sich die Kameraden auch einmal von der Kraft der Vierbeiner überzeugen lassen, in dem wir uns einen Beißarm anziehen konnten und die Tiere uns einmal „angreifen“ sollten. 


Während der Sommerpause konnte die CBRN Gruppe ein neues Fahrzeug in Besitz nehmen. Hierfür fuhren zwei Vertreter nach Bonn wo sie zuerst eine Schulung und Einweisung auf das Fahrzeug und die neue Technik erhielten und dann das Fahrzeug an den Standort nach Großerkmannsdorf überführen durften.


Nach der Sommerpause ging es im August für unsere älteste Jugendfeuerwehrmannschaft (Jungen WK4) nach Rochlitz zu den Sächsischen Landesmeisterschaften der Jugendfeuerwehr in der Disziplin Gruppenstafette. Nachdem sie die Kreisschnellste Jugendfeuerwehr wurden mussten sie sich jetzt noch gegen den Freistaat beweisen. Nach einem langen spannungsvollen Tag erreichten sie einen sehr guten dritten Platz.


Da für die Kameraden der Einsatzabteilung das Jahr sehr ruhig war und Sie im handeln nicht einrosten sollten organisieren ab und zu Feuerwehren eine Einsatzübung. Der Ablauf wie bei einem richtigem Einsatz. Alarmierung über die Sirene und Pieper und ein reales Ereignis ohne wirkliche Gefahren. Der Einruck des Einsatzes? Die Truppe hat es immer von 0 auf 100 drauf! 5 Minuten nach Alarmierung an der Einsatzstelle, vermisste Personen zügig gerettet und die simulierten Feuerstellen liquidiert. Um die ganze Situationen zu erschweren wurde das ganze Objekt vernebelt, so wurde den vorgehenden Trupps die Arbeit durch die Nullsicht erschwert. Nach zwei Stunden war die Übung beendet und es fand ein ausführliches Nachgespräch statt.


Um unsere Wehr auch in der Kameradschaft zu stärken veranstalten wir immer einmal im Jahr einen Dienst, bei dem die Aktiven mit der Jugend einen Dienst unternehmen. Da die Aufgaben der Feuerwehr sehr vielfältig sind bildeten wir drei gemischte Gruppen, welche alle an einer Station eingeteilt waren und nach einer bestimmten Zeit wechselten. Beide Seiten konnten viel voneinander lernen und auch die Großen staunten nicht schlecht, was die Kleinen schon alles draufhaben. 

Jedes Jahr organisiert unser Feuerwehrverein eine Tagesfahrt, ein Ausflug für die Aktiven und Alters & Ehrenabteilung. Dieses Jahr führte der Weg die Kameraden nach Tschechien in die Stadt Ústí. Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Leitmeritz. Auf dem Schiff gab es natürlich eine kräftige Mahlzeit bevor Leitmeritz mit einem Eis in der Hand besichtig werden konnte. Im Anschluss ging es zu Fuß ins Gebirge zu einem Aussichtspunkt bevor die Heimreise angebrochen wurde.

Aber auch die Jugendfeuerwehr verreiste für ein Wochenende im September in die tiefen des Landkreises und fanden einen Platz im Schullandheim in Sohland an der Spree. Ein Wochenende ohne Feuerwehr, nur Kameradschaft. In Gruppenzimmern mit Doppelstockbetten wurde geschlafen, das Essen wurde selbst hergerichtet und Ausflüge in den Dinosaurierpark-Kleinwelka oder ein Schwimmbad wurden unternommen. Ganz klar im Vordergrund: Spiel & Spaß, ein gelungenes Wochenende für die Betreuer als auch die Kinder.


Im Einsatzfall kann es auch mal vorkommen, dass der Rettungsdienst einen längeren Weg als die Feuerwehr bis zum Einsatzort hat und so die Kameraden als erstes beim Patienten eintreffen, welcher dringend Medizinische Hilfe braucht. So trafen sich die Kameraden dieses Jahr im Oktober zur jährlich stattfindenden Tagesausbildung, bei der das Thema Erste Hilfe und MANV (Massenanfall von Verletzten) im Mittelpunkt stand. Hierfür hatten wir uns einen Kameraden aus einer Nachbarwehr eingeladen, welcher einerseits als Rettungsassistent tätig ist, andererseits aber auch im Landkreis als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst unterwegs ist und in solchen lagen in der Führung der Rettungskräfte unterstützt. Gemeinsam frischten wir das Wissen der Kameraden wieder auf und sprachen über Themen wie Reanimation, stark blutende Wunden, kritische Zustände bei Patienten und Maßnahmen, welche wir zur Überbrückung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes unternehmen können.  Nach einem stärkenden Mittagsmahl tauchten wir in das Thema MANV ein. Da viele Kameraden mit diesem Thema noch keine oder wenige Erfahrungen hatten sprachen wir über Maßnahmen welche als erstes getroffen werden müssen, Sichtung und Unterteilung der Patienten, Aufgaben der Feuerwehr und der Aufbau solch einer Einsatzstelle. Dazu präsentierte uns der Ausbilder auch einmal die Stärke des Rettungsdienstes und der einzelnen Organisationen, welche bei den vereinzelten Stichwörtern mit zur Einsatzstelle alarmiert werden. Im Ganzen war es ein sehr lehrreicher und spannender Tag für unsere Kameraden. 


Mit gutem Gewissen verabschieden wir nun 2025 und denken gerne an ein sehr ereignisreiches Jahr zurück. Ein großes DANKE geht auch an alle Helfer, Vereine und Sponsoren, welche uns und unseren Förderverein St. Florian Großerkmannsdorf e.V. dabei unterstützten, dieses Jahr so einzigartig zu machen. Nun schauen wir nach vorne, welche Herausforderungen uns das Jahr 2026 stellen wird und welche Erfahrungen uns weiter bereichern werden.